Doppik 

Kirchliches Finanzmanagement


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Doppik?

Doppik steht die kaufmännische DOPPelte Buchführung in Konten Soll und Haben
"Doppik ist das Rechnungssystem der Privatwirtschaft und stellt ein geschlossenes System dar, das sowohl Erfolgs-, Vermögens- und Finanzrechnung als auch die Kosten- und Leistungsrechnung umfasst. Hingegen dient die Kameralistik lediglich als Finanzrechnung, die erst noch um eine (partielle) Vermögensrechnung und KLR ergänzt werden muss. Diese „Optimierung“ der Kameralistik gilt gegenüber dem Verbundsystem der Doppik als kostspieliger Umweg.
Der Begriff der Doppik wird auch für den Buchführungsstil in der Privatwirtschaft verwendet: doppelte Buchführung, d.h. jeder Vorgang wird auf zwei Konten gebucht, z.B. die bargeldlose Zahlung von Gehältern auf dem Bestandskonto Bank und auf dem Erfolgskonto Löhne/Gehälter."
(
Qu: FH des Bundes)
Hier sind einige weitergehende Erläuterungen, Infos und Beispiele:

"Doppik ist ein Kunstwort aus der Betriebswirtschaftslehre. Die Abkürzung steht für die kaufmännische DOPPelte Buchführung in Konten Soll und Haben. Verwendung findet der Begriff Doppik traditionell im kaufmännischen Bereich und seit längerem auch bei Personalkörperschaften wie z. B. Sozialversicherungsträgern.

Die Doppik ist lediglich eine Verfahrensweise in der doppelten Buchführung, mit dieser also begrifflich nicht identisch.

Die gegenwärtige Einführung der Doppik in der öffentlichen Verwaltung, insbesondere den Kommunen, soll die besonderen Bedingungen der Kommunalpolitik berücksichtigen. So wird gefordert, nicht zu Lasten nachfolgender Generationen zu wirtschaften. Die Vorschriften zur Rechnungslegung werden dieser Anforderung entsprechend angepasst. Nicht selten ist die Einführung der doppelten Buchführung im öffentlichen Bereich auch mit der Umstellung auf Enterprise-Resource-Planning (ERP)-Programme verbunden.

Mit der erfolgreichen Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik erwarten die öffentlichen Verwaltungen mehr Kostentransparenz, Kostenvorteile und ein insgesamt effizienteres Arbeiten. Die Umstellung soll laut Beschluss der ständigen Innenministerkonferenz der Länder vom 21. November 2003 bis spätestens 2011 abgeschlossen sein.

Siehe auch: Buchführung, Neues kommunales Finanzmanagement (NKF)


Fragen & Antworten zur Doppik

  1. Was heißt eigentlich Doppik? [Antwort...]
  2. Warum brauchen wir die Doppik, wenn es mit der Kameralistik doch einen seit Jahrzehnten bewährten Rechnungsstil für die öffentlichen Verwaltung gibt? [Antwort...]
  3. Die Doppik gilt als Rechungsstil der Privatwirtschaft. Eine Kommune hat aber ganz andere Aufgaben als die Gewinnerzielung. Ist die Doppik überhaupt für ein kommunales Finanz- und Haushaltswesen geeignet? [Antwort...]
  4. Ist die Doppik eine Modeerscheinung, die in ein paar Jahren, wie so viele andere Modernisierungswellen, vergessen sein wird? [Antwort...]

Erfahrungen aus dem kommunalen Bereich:

Rat novelliert Haushaltsrecht

Eine Steigerung der Transparenz kirchlicher Haushalte und deren zielorientierte wirtschaftliche Steuerung, das sind die Kernziele der vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verabschiedeten Novellierung des Haushaltsrechts. "Damit ist der Weg für die Erstellung kirchlicher Bilanzen und der Einführung des kaufmännischen Buchungssystems (sog. Doppik) in allen evangelischen Landeskirchen bereitet", erklärte Thomas Begrich, Finanzdezernent im Kirchenamt der EKD... Zu diesem Zweck hatte eine Arbeitsgruppe des Rates der EKD umfassende Vorschläge zu kirchenspezifischen Anpassungen der Rechnungsstile, der Erfassung und Bewertung kirchlichen Vermögens und der künftigen Gestaltung kirchlicher Haushaltspläne erstellt. Auf dieser Grundlage sollen Kirchen künftig auch Abschreibungen zur Finanzierung der Bauunterhaltung und Rückstellungen für ihre Versorgungslasten erwirtschaften...  [weiter... Pressemitteilung vom 30.6.06]

„Wenn ihr Landesoberkirchenrat noch kameral pensioniert werden will, dann haben sie ein Problem...“

Ein Bericht vom KVI-Workshop „Kirchliches Finanzmanagement“ 2006 in Frankfurt am Main

Als der Rat der EKD Ende Juni die Novellierung des Haushaltsgesetztes verabschiedete wird Thomas Begrich, Finanzdezernent im Kirchenamt der EKD (Hannover), in der Pressemeldung vom 30.6.06 zitiert: "Damit ist der Weg für die Erstellung kirchlicher Bilanzen und der Einführung des kaufmännischen Buchungssystems (sog. Doppik) in allen evangelischen Landeskirchen bereitet". Gerademal zwei Monate später trafen sich Vertreter verschiedener Beratungsunternehmen, kirchlicher Verwaltungsgesellschaften sowie Finanzexperten und Interessierte unterschiedlicher Kirchen zu einem KVI Workshop, um sich über die Perspektiven und Handlungsfelder des Kirchlichen Finanzmanagements auszutauschen. [weiter...]

KVI steht  für „Kirche, Verwaltung & Informationstechnologien.“ Unter diesem Logo bietet das Beratungsunternehmen interim2000 nicht nur eintägige Fachtagungen an, sondern führt auch jährlich stattfindende KVI-Kongresse auf der ecclesia“ oder neuerdings auch auf der österreichischen Kirchenfachmesse GLORIA“ durch.
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"Ökumenisch und ökonomisch"

1982 errichteten die evangelischen Landeskirchen von Baden, Württemberg und der Pfalz, die Erzdiözese Freiburg, die Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Speyer sowie die jeweiligen Diakonischen Werke und Caritas-Verbände die Stiftung Kirchliches Rechenzentrum Südwestdeutschland als Kirchliche Stiftung des Öffentlichen Rechts.
Auf Grund seiner langjährigen Erfahrung ist die Stiftung Kirchliches Rechenzentrum Südwestdeutschland eines der führenden IT-Dienstleistungsunternehmen für Kirche, Diakonie und Caritas, neben der Verwaltung von fast 11. Mio Kirchenmitgliedern werden zur Zeit monatlich rund 470.000 Lohn- und Gehaltsabrechnungen geleistet.
Getreu dem Leitspruch: Ökumenisch – Ökonomisch stellt das KRZ-SWD seinen Anwendern und Kunden ein bedarfsgerechtes Leistungsangebot zur Verfügung. Die Hauptaufgabe der Stiftung Kirchliches Rechenzentrum Südwestdeutschland liegt im Betrieb von unternehmenskritischen Anwendungen auf verschiedensten technologischen Plattformen (IBM-Großrechner, Linux- und Microsoft Serversysteme, ...).
Dabei ist die konsequente Nutzung der Vorteile der unterschiedlichen Rechnerplattformen und Technologien sowie deren Kombination der Garant für die Stabilität unserer Systeme.

Mehr Infos unter www.krz-swd.de 

Qu: KRZ


 



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