Kirchenräume - Kirchbau 

"Damit die Kirche im Dorf bleibt - Argumente Für und Wider der Erhaltung von Kirchenräumen"


Eingabe an die 46. Synode (10. Tagung)

zum Thema Kirchenräume

Okt 2006


Sehr geehrte Damen und Herren, hohe Synode!

   

Auf der letzten Tagung der oldenburgischen Studierenden der Theologie, Religions- und Gemeindepädagogik zum Thema „Damit die Kirche im Dorf bleibt - Argumente Für und Wider der Erhaltung von Kirchenräumen“ vor einigen Wochen in Ahlhorn haben wir uns mit Aspekten des Gebäudemanagements, der Gestaltung von Kirchenräumen und der Kirchenpädagogik beschäftig. Als gemeinsames Fazit aus dieser Tagung möchten wir Ihnen gerne folgende  Arbeitsstichpunkte als Anregungen und Impulse für Ihre Arbeit in entsprechenden Ausschüssen der Synode mit auf den Weg geben, da diese Thematik voraussichtlich für verschiedene Ebenen unserer Kirche in Zukunft eine größere Relevanz haben wird:

           
1. Das Bewusstsein für die Kirchenraumgestaltung, das Gebäude und das Profil eines Kirchengebäudes (und somit auch  der Gemeinde) vor Ort schärfen:
Möglichst an vielen Orten ein reflektierter und begleiteter Umgang mit der Kirchraumgestaltung (an dieser Stelle sei exemplarisch auf die Arbeit von Pfarrvikar Nico Szameitat hingewiesen).
Kooperationen mit Kirchenpädagogik, Museeumspädagogik, Schulen etc. anregen (sowohl als Projekte z.B. in der Bildungs- oder Jugendarbeit, als auch als missionarische Chance z.B. im Arbeitsbereich Kirche & Schule).
           
2. Einen transparenten Überblick über den Sachstand im Bereich Gebäudemanagement schaffen:
Den Haushalt durch eine Gebäudekostenanalyse entlasten. Die laufenden Ausgaben für Gebäude sind meist deutlich höher als vermutet und i.d.R. doppelt so hoch wie die Kosten der Bauunterhaltung. So bergen gerade die Betriebskosten deutliche Potenziale zur Kostensenkung (ca. 20%) ohne Wirkungsverlust (an dieser Stelle sei exemplarisch auf die kostenfreie und wissenschaftlich begleitete Beratung durch K.IM hingewiesen: www.k-im.net).
          
3. Die Gründung von Fördervereinen vor Ort / in der Region anregen (Stichwort: „Rettet unsere Kirche e.V.“)
Versorgung hinsichtlich knapper werdener Finanzressourcen (an dieser Stelle sei auf das Impulspapier der EKD hingewiesen, wonach bei sinkenden Mitgliederzahlen, bedingt durch den demographischen Faktor, um etwa einen Drittel bis 2030 die finanzielle Leistungsfähigkeit nahezu um die Hälfte zurückgehen wird).
Kooperation mit Kirchbaustiftungen o.ä. Stiftungen (sowohl im Oldenburger Land als auch mit bundesweit aggierenden Kirchbaustiftungen).
Mobilisierung von Ehrenamtlichen & Unterstützern (z.B. ehrenamtl. Kirchenführer-ausbildung durch ein Spendenmanagement fördern etc.).
           
4. „Leuchtfeuer“-Setting: Themen-Kirchen mit einem speziellen Profil (wie im EKD-Impulspapier für die BRD) für den Oldenburger Raum anregen und verstärkt medien/tourismuswirksam kommunizieren und positionieren.

    

gez.

Stefan Bölts

   




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