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Perspektivprozess
und Verwaltungsreform
in
der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg
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Arbeitsstichpunkte
zur Verwaltungsreform
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Landeskonvent
Oldenburg (Ahlhorntagung II/2006)
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Grundüberlegung:
Im Rahmen unserer Kampagne „Du bist Oldenburg.NET“ haben
Oldenburger Studierende Umfragedaten, Statements, Visionen &
Meinungen zum Perspektiv- und Strukturprozess erhoben und dabei
in letzter Zeit natürlich auch das Thema
„Verwaltugnsreform“ im Blickfeld gehabt. Dabei sind durchaus
auch strukturtheoretische Visionen oder Ideen zum Themaenbereich
„Verwaltung in / für die Kirche“ zusammengetragen worden (
Bsp.:
Die eigenständige Kirchen-Service GmbH im zur Diskussion
gestelltem Modell „Kirche anders denken“). Dennoch
wollen und können wir keine expliziete Empfehlung geben, da wir
nicht das nötige „Zahlenmaterial“ haben und daher
verschiedenen varianten nicht „auf den Cent genau“
ausrechnen konnten.
Wir
möchten aber gern einige Impulse als ggf. berücksichtigenswerte
Denkanstöße für Ihre sicherlich nicht ganz einfache Aufgabe
und Beratung mit auf den Weg geben. Einige sind Ihnen sicherlich
bekannt, andere vielleicht selbstverständlich, wiederum andere
aber vielleicht auch aus dem Blickfeld geraten. Wir hoffen,
Ihren Beratungen dadurch dienlich sein zu können, wenn die sich
z.T. durchaus widersprüchlichen Impulse einfach mal zur
Bewusstseinschäfrung benannt, zur Visualisierung schriftlich
fixiert und kurz zusamengefasst sind: |
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| 1. |
Auch
im Kirchlichen Bereich müssen wir in Teilen von Unternehmen und
den Erfahrungen aus der freien Wirtschaft lenren (=soll aber
nicht heißen: blind kopieren). Und in einigen Teilbereichen ist
sicherlich auch mehr Management mit Qualitätskontrollen, ökonomischen
Bewusstsein, Benchmarking (Vergleichbarkeit) und strategische
Konzeptionierung gefragt, gewünscht oder gar dringend geboten.
Dennoch sollte zum Selbstverständnis und Erkennungszeichen der
Kirche gehören, dass es (in) ihre um den Menschen in Beziehung
zu Gott geht, nicht nur um Statistiken, Kostenfaktoren und
Centbeträge. |
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| 2. |
Dabei
geht es nicht nur um Arbeitsnehmer und Arbeitsgeben, sondern –
gemäß wirtschaftlichem Vokabular – auch um die „Kunden“,
die Nähe zu den Menschen vor Ort (kurze Wege) oder die
Erreichbar (insb. auch für die Ehrenamtlichen in den
Gemeinden). Gerade ein zukünftiges „Landeskirchenamt“ /
„Oberkirchenrat“ mit einer zentralen Verwaltung würde für
die dann steigende Zahl an Kunden (Beratungsbedarf der Gemeinden
etc.) ein neu zu überdenkendes Konzept von Erreichbarkeit und
Reaktionszeit aufweisen müsse (wie lange dauert es, bis eine
Gemeinde eine Antwort bekommt). |
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| 3. |
Im
Blickfeld sollten aber insbesondere auch folgende – z.T.
konkurrierende – Fragestellungen stehen: |
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Welche
Signalwirkung hätte es ...
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wenn
in vitalen Bereichen (z.B. Jugendarbeit) gespart wird, in der
Verwaltung aber nicht (Frage nach Kernaufgaben und Selbstzweck)? |
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Wenn
alle davon reden, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, die EKD sogar
„Arbeit
plus“ auszeichnet, die Kirchen aber selbst Stellen abbauen
(in jeder der drei Varianten dürften mittel- bis langfristig
Arbeitskräfte „freigesetzt“ werden). |
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Wenn
die Vorschläge der Steuerungsgruppe und somit insgesamt die 46.
Synode am selbstgesteckten Ziel, bis 2010 rund 12,5 Mio €
einzusparen, scheitern würden. (Von den vielfältigen
verschiedendfarbigen Papieren ist von manchen auf dem ersten
Blick nicht viel geblieben, von einigen fast gar nichts mehr
erkennbar... – scheitert nun die nächste Gruppe – wandert
das nächste Papier in verstaubte Ordner und beginnt die
Diskussion von vorn?). |
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| 4. |
Es
gibt verschiedene Ideen ( vgl.
Rubrik „fixe Ideen) und pragmatische Prognosen ( EKD-Impulspapier)
zur Zukunft der Kirchenlandschaft. Es gibt die Bemühung um die
Einheit der Christen (Joh 17), und angesichts der
demographischen Entwicklungen ist der Rückgang finanzieller
Ressourcen absehbar. Sollte sich die Evangelische Kirchen
zwischen Weser und Ems in Zukunft in größere Zusammenhänge
eingebunden sein (Stärkung der Konföderation, Modell
„EKNB“, oder gar VELKD oder EKD als „eine
Landeskirche“), wie ließe sich dann die Anzahl der
Verwaltungsämter im Sprengel / in der Region Oldenburg im
Vergleich zu anderen „Einheiten kirchlichen Lebens“
transparent erklären und begründen? |
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| 5. |
Hinsichtlich
einer möglichen Veränderung in der landeskirchlichen
Landschaft (
Leuchtfeuer
11 im Impulspapier) sollte berücksichtigt werden, dass mit
dieser Verwaltungsstrukturreform auch ein Stückweit
"Verhandlungsgrundlage" für künftige Gespräche
innerhalb der niedersächsischen Konföderation festgeschrieben
wird. |
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