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Vom
Evangelischen Jugendwerk in Württemberg bis zum eingetragenen
Verein in Hessen. Für die verschiedenen Gremien ist es schon
eine Kunst von Koordination und Diplomatie, all die
verschiedenen Strukturen und Positionen auszutauschen und
Netzwerke zu knüpfen. Aber es lohnt sich, denn auf diese Weise
können wir auch gemeinsam als „die Evangelische Jugend“ in
Deutschland sprechen und haben als gemeinsames Sprachrohr ein
viel größeres Gewicht – sowohl gegen über der Gesellschaft,
der Politik – als auch innerhalb der Kirche (z.B. in der EKD-
Synode).
Unter
dem großen gemeinsamen Dach der aej (Arbeits- gemeinschaft der
Evangelischen Jugend in Deutschland) gibt es dabei drei Säulen:
Die ersten setzt sich aus den Landsjugendvertretungen der
einzelnen Landeskirchen zusammen (zur Zeit noch 23). In der
zweiten Säule sind Werke, Einrichtungen und Verbände eigener
Prägung zusammengefasst (CVJM, MBK, RMJ...) und die dritte Säule
setzt sich aus Vertretungen der protestantischen Freikirchen
zusammen (also Konfessionen und Gemeindeverbände wie die FeG,
Baptisten, Methodisten, SELK...). Einmal im Jahr findet eine große
Mitgliederversammlung statt auf denen neben dem Austausch
zwischen den Kirchen und Verbänden auch gemeinsame
Stellungnahmen erarbeitet werden, so steht z.B. auf der nächsten
VV ein Positionspapier zum Thema Studiengebühren zur
Diskussion. Die aej beschäftigt sich mit verschiedenen Themen:
Europa, Armut, Globalisierung & Gerechtigkeit ... Aktuell
befassen sich die Gremien z.B. mit den Ergebnissen der
Jugendstudie PEP. Neben diversen Beiräten (z.B. Kinder- und
Jugendpolitischer Beirat) hat die aej zusammen mit der BDKJ
einen gemeinsamen Arbeitskreis für Entwicklungspolitik (EPA)
eingesetzt.
Zwischen
den Vollversammlungen der aej finden auch Treffen der
landeskirchlichen Jugendvertretungen (AGLJV = Arbeits-
gemeinschaft der Landesjugendvertretungen) sowie Tagungen der
Jugenddelegierten zusammen mit den Landesjugend- pfarrer/innen
(KOLJA = Konferenz landeskirchlicher Jugendarbeit) statt, um
einen regelmäßigen und gewinnbringenden Austausch zwischen den
einzelnen Landeskirchen sicherzustellen. Es ist sehr spannend zu
erfahren, wie sich die Arbeit der Evangelischen Jugend in
anderen Orten unserer Republik gestaltet – und es ergeben sich
so immer wieder neue Ideen und Impulse für die gemeinsame, aber
auch für die eigenen Arbeit daheim (z.B. in den Themenbereichen
Gremienseminare oder Förderung des Ehrenamtes...).
Stefan
Bölts
aej-Vertreter
der Landesjugendkammer Hannover
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