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Bundesweite Öffentlichkeitsaktion der EKD "EKD-Initiative 2002" soll "Kirchenferne" erreichen Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) geht gemeinsam mit ihren 24 Gliedkirchen neue Wege, um mit "kirchenfernen" Bundesbürgern ins Gespräch zu kommen: Am 13. März 2002 startet[e] die "EKD-Initiative 2002", mit der sich die evangelische Kirche in der Bundesrepublik auch außerhalb von Gottesdienst und Gemeindefest als Ansprechpartnerin anbietet. Plakate, Anzeigen, eine Hotline und spezielle Internet-Angebote - bis August 2002 wird die Initiative auf vielfältige Weise um das Interesse der Menschen werben. |
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| Ausgangspunkte der bisher
einzigartigen Kampagne sind unter anderem Sinnfragen des Lebens:
"Was ist Glück?" oder "Wie gewinnt man eigentlich
Freunde?" - so lauten zwei von insgesamt sechs Fragen, die in
Verbindung mit unterschiedlichen Bildmotiven zum Nachdenken und zum
Gespräch anregen. Anzeigen mit diesen Motiven werden in deutschen
Magazinen, Fernseh- und Publikumszeitschriften zu sehen sein;
gleichzeitig sind Plakatierungen in 100 Städten im ganzen Bundesgebiet
geplant. Bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen bietet sich die
evangelische Kirche mit einer Hotline und Kontaktmöglichkeiten per
E-Mail und Internet als Gesprächspartnerin an. [weiter...]
Qu: Presseerklärungen der EKD: Presse-Archiv: Hannover, 7. Februar 2002 |
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Profil zeigen – ins Gespräch
kommen
"Woran denken Sie bei Ostern?" So stand es in großen weißen Buchstaben auf den Plakaten, mit hellblauem, wolkenbewegtem Hintergrund, darunter bunt gemischte Antworten zum Ankreuzen: "Ferien", "Cholesterin", "Jesu Auferstehung", "Langeweile mit der Familie". Kock sagte dazu, das Multiple-Choice-Verfahren solle "eine humorvoll-nachdenkliche Einladung zum Gespräch über den Sinn und das Ziel des eigenen Lebens" sein. |
| "Die EKD-Initiative
stellt sich einer typischen Herausforderung des Pluralismus, die darin
besteht, dass es neben der Freiheit der Wahl auch den Zwang zum Auswählen
gibt. Jedes der Plakatmotive benennt eine klare Position in den
angebotenen Antwortmöglichkeiten - freilich: als eine unter anderen.
Die EKD-Initiative will mit dieser symbolischen Darstellung der pluralen
Wirklichkeit für das genuine Angebot der evangelischen Kirche
werben." [...]
Neugierig auf Antworten? "Lassen Sie uns gemeinsam Antworten finden!" Der Slogan taucht unten rechts auf allen Plakaten auf und lenkt die Aufmerksamkeit auf den Initiator der Aktion. Ist der Mensch nur so viel wert, wie er verdient? Die Frage wird in den Wochen vor dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, ins Blickfeld gerückt, dann: Was ist Glück? (zum Wonnemonat Mai), Sind Fußballer unsere wahren Götter? (zur Fußball-Weltmeisterschaft), Wie gewinnt man eigentlich Freunde? und (zur Urlaubszeit, ganz ohne Ankreuzkästchen) die Frage: Wohin wollen Sie eigentlich? Die Aktion setzt auf die Chance der Frage. Kritikern ist das zu simpel gestrickt. Kommt es doch auf die Antworten an. |
| Freundlich, aber banal?
Die Initiative der EKD und ihrer Mitgliedskirchen ist nicht unumstritten. Der Vorsitzende des Reformierten Bundes, Peter Bukowski, hat darauf hingewiesen, dass die Kirche ihre Botschaft verschweige und ihr Profil verstecke. Den Einsatz moderner Marketinginstrumente begrüßt auch Bukowski. Man müsse aber versuchen, die Menschen mit Inhalten und nicht nur mit Fragen zu erreichen. |
| Das reformierte
Quartalsmagazin "die reformierten. upd@te 02.1.",
herausgegeben im Auftrag des Reformierten Bundes, enthält zwei Artikel
mit kritischen Anmerkungen und Anfragen zur EKD-Initiative. Nach einer
Meldung des Evangelischen Pressedienstes (epd) ist die EKD-Werbeaktion
gut angelaufen. "Der Anfangserfolg ist durchaus da", sagte ein
Sprecher der EKD in Hannover.
Auszüge aus dem Artikel "Im Strom der Zeit: "EKD-Initiative 2002" (zur Öffentlichkeitsarbeit)" vom 7.4.2002 von Jan Alberts, aus: "Der Genrzbote", das Organ für die Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen. |
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Kommunikations-Initiative der EKD
Keine vorgefertigten Antworten
Christen suchen nach Antworten auf die Fragen des Lebens. Auf Fragen, die sich jeder und jede immer wieder stellt, oft aber nicht laut ausspricht. Antworten auf Fragen, die sich nur im Gespräch mit anderen finden lassen. Auf Fragen zwischen Himmel und Erde. |
| Die Öffentlichkeitsinitiative
der evangelischen Kirche stellt ernste Fragen und beweist Humor. Sie
fordert auf zur Zustimmung oder zum Widersprechen und will so Menschen
ansprechen und zum Nachdenken bringen. ... [mehr...]
Auszüge aus dem Artikel: "Die Evangelische Kirche macht Werbung" aus: Glaubenswelten.de |
| Das Konzept baut auf unsere
typisch protestantischen Stärken und unser Selbstverständnis als
Kirche der Reformation, nämlich Fragen zu stellen und das Vorfindliche
in Frage zu stellen und damit zum eigenständigen Nachdenken anzuregen,
Diskussion zu fördern und - möglichst gemeinsam - Antworten zu finden.
Auszug aus dem Online-Archiv der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg |