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FAQ – Frequently Asked Questions

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Fragebogen "Jugend & Zukunft der Kirche"


Warum sind es soviele Fragen?

Wir haben bereits mehrere Rückmeldungen zur angelaufenden Fragebogenaktion erhalten - Vielen Dank! Nicht wenige haben konstruktiv angemerkt, dass der Fragebogen mit sechs Seite für Jugendliche zu umfangreich ist, um diesen "mal eben" während der Gruppenstunde oder dem Konventstreffen auszufüllen. Der Umfragebogen ist zugegebener Maßen recht umfangreich und birgt eine Fülle von verschiedenen Themen und Einzelfragen. Dieses hat aber durchaus seinen Sinn und wir hoffen, dass man sich für den Fragebogen ein paar ruhige Minuten nehmen kann. Trotz der vielen Fragen haben wir uns bemüht, diesen noch relativ kurz zu halten. Orientiert am Vorbild der Pfarrerinnen- und Pfarrerbefragung der hannoverschen Kirche durch das Institut fpr Wirtschafts- und Sozialethik in Marburg (IWS) mit insgesamt 16 Seiten kann man aber vielleicht schon den Lichtstreifen am Horizont sehen, dass wir diese Fragebogenaktion etwas überschaubarer und somit hoffentlich etwas leichter und schneller auswertbar gestaltet haben. Den Fragebogen und Infos zur Pfarrerinnen- und Pfarrerbefragung kann man im Übrigen hier finden: weiter...

Warum sind es soviele verschiedene Fragen, die auf dem ersten Blick nix mit der Kirchenreform zu tun haben?

Die ersten beiden Seiten des Fragebogens sind so konzepiert, dass die anonymisierten Fragebögen einige statistisch vielleicht interessante Hintergruninformationen bieten. Die verschiedenen Fragen soll dazu dienen, Querschnitts-Aussagen statistisch erheben zu können...

Was heißt das?

Einige Beispiele, wie solche Querschnitts-Aussagen bestimmten Fragestellungen dienlich sein können: Erfahren Jugendliche, die überdurchschnittlich häufig im Rahmen der ejo unterwegs sind, mehr über den Perspektivprozess als andere, die vielleicht nur über die kirchlichen Medien davon Kenntnis haben. Oder anders formuliert: Gibt es bei den Jugendlichen, die in der Gremienarbeit eines Jugendverbandes eingespannt sind, einen signifikanten Informationsvorsprung gegenüber anderen, oder ist es insgesamt gelungen, die Arbeit der Steuerungsgruppe so transparent darzustellen, so dass die Kenntnis über ihre Existenz und ihre Arbeit (fast) alle erreichen?

Oder ein anderes Beispiel: Die der Informationsstand bei den Jugendlichen, die sich selbst einem bestimmten Profil zuorden (z.B. sozial engagiert), höher als bei anderen? Ist der Informationsstand bei den Teilgruppen eines Verbandes, die einen aktiveren Schwerpunkt auf die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit legen, höher als bei Teilgruppen, die auch mit iherer Arbeit weniger regional präsent sind?

Das sind exemplarische Anwendungsfragen, die zum Zuge kommen könnten. Solche  Querschnittsaussagen zu formulieren macht natürlich nur Sinn, wenn die Rückläufe der Fragebögen auch einen relativ repräsentativen Charakter erfüllen.

Woher stammen all diese Frage?

Auch wenn die eine oder andere aufmerksame Beobachter vielleicht den Eindruck haben könnte, wir hätten einfach alle Fragen, die allen Studierenen in den Kopf schossen in den Fragbogen gequetscht, so kann beruhigt werden, dass die Konzeption nicht so wild verlaufen ist, wie es sonst durchaus auch mal bei Studis zugehen kann ;-)

Ganz im Ernst: Schon allein aus kommunikations- und zeitlogitischen Überlegungen haben wir nicht erst viele viele Studierenden um Fragen bemüht (abgesehen davon sind wir auch gar nicht mehr so viele). Der Fragenkatalog speist sich aus drei Informationsquellen:

- die Einstiegsfragen sind an den Einstiegsfragen eines Fragebogen orientiert, der als Auftakt für eine mögliche Zukunftswerkstatt im VCP Land Niedersachsen / Landesrat des VCP Land Niedersachsen konzepiert wurde. Diese entspringen zugegebener Maße vor allem auch meine "Schreibfeder", nachdem durch intensive Internetrecherchen ein konzeptioneller Entwurf für ein Modell der Zukunftswerkstatt im Rahmen eines sog. Woodbadge-Projektes erstellt worden ist. 

Die Seiten 3-5, die sich inhaltlich auf den Perspektiv- und Strukturprozess beziehen sowie Fragen und Einschätzungen nach den Kernaufgaben einer Kirche beinhalten sind vorallem durch die Arbeit in den Seminaren "Zukunft der Kirche" und "Zukunft des Pfarrbildes" bei den Professor/Innen Ulrike Wagner-Rau und Wolfgang Nethöfel in Marburg inspiriert worden. Das Muster der Fragestellung orientiert sich vor allem auch an den Fragemustern, wie sie in der Zufriedensheits- bzw. in der Pfarrerinnen- und Pfarrerbefragung vorkamen, die das Institut für Wirschafts- und Sozialethik (IWS) in Marburg durchgeführt hat.

Warum bieten die Antwortvorgaben keine Möglichkeit, sich neutral zu einer Frage zu verhalten? 

Das ist ein kleiner sozial- bzw. politikwissenschaftlicher Kunstgriff. Dadurch, dass keine ungerade Anzahl an Ankreuzmöglichkeiten gegeben ist, man also nicht einfach in die Mitte ein Kreuz setzten kann, ist jeder Befragte gezwungen, zumindest eine kleine Tendenz vorzunehmen: Tendiere ich dazu, der Frage eher ablehnend oder eher zustimmend zu beantworten. Ein vielleicht bequemeres "Ist mir egal"-Kreuz in die Mitte zu setzten sollte hiermit unterbunden werden. Ich hoffe, dieser kleine Kunstgriff ist nachvollziehbar und akzeptable.

Wie sieht es mit der wissenschaftlichen Auswertung aus?

Die genauen Modularitäten zur Auswertung dieses Fragebogens sind Anfang August bei einem Arbeitstreffen mit den IWS besprochen worden. IWS steht für Institut für Wirtschafts- und Sozialethik an der Universität in Marburg, in welchem Stefan Bölts nun Mitarbeiter ist. Zur Zeit läuft der Rücklauf der Fragebögen, der noch bis Ende September verlängert wurde. Die weiteren konzeptionellen Überlegungen sind noch im Fluss, aber es wurde zumindest schon einmal die Frage im Herzen bewegt, eine vergleichbare Umfrage ggf. unter den Synodalen und / oder der Pfarrerschaft durchzuführen. Damit hätte man entsprechendes Vergleichsmaterial. Vergleichbar mit den Zufriedenheitsbefragungen in Hessen-Nassau und der EKKW oder der Pfarrer/innenbefragung in Hannover wäre aber eine Ausarbeitung eines umfangreicheren Fragebogen von Nöten. Entsprechende Infos sind unter www.pfarrberuf-heute.de abrufbar.  

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die anonymisierten Fragebogenergebnisse werden natürlich erstmal nach den Primärschlüssel (also ohne Querschnitt-Aussagen) statistisch ausgewertet. Die weiteren Auswertungsschritte hängen wie gehabt davon ab, wie umfrangreich und somit wie repräsentativ der Rücklauf insgesamt ist. Die Ergebnisse werden natürlich zum einen auf dieser Kampagnen-Homepage dokumentiert, damit Ihr sehen könnt, was aus Euren Mühe geworden ist. Ferner ist angedacht, die digitalen Ergebnisse auch in Papierform zu fassen und diesen je nach Aussagekraft und Repräsentanz der gesamten Umfrage dann entspechenden Gremien unserer Kirche zur Verfügung zu stellen: Das wären z.B. die Jugendkammer, die Landessynode oder der Oberkirchenrat (OKR). Ob diese die Ergebnisse dann "nur" zur Kenntnis nehmen oder daraus Impulse für ein weiteres Handeln ableiten, obliegt natürlich nicht ganz allein unseren Kräften. Dieses wird aber wie gesagt vor allem davon abhängen, wieviele - vor allem auch verschiedenen - Kirchenkreise oder Verbände sich beteiligt haben. Uns ist natürlich bekannt, dass die Aussagen auch nur eingeschränkten Aussagecharakter haben können. Man wird mögliche Querschnittsaussagen nicht als die Meinung der Jugend schlechthin darstellen können (siehe dazu die Anmerkungen im Begleitschreiben). Aber mit Hilfe der Umfrageaktion können vielleicht Interessante Tendenzen unterstrichen werden, und dies ist auch schon einmal sehr viel wert. Ausserdem gibt es ja ohnehin auch einen (selbst)kritischen Slogan: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Wir wissen also durchaus darum, dass man mit Statistiken nur Impulse und Anregungen für die weitere Arbeit setzen kann. Statistiken sollten generell nicht dazu missbraucht werden, unumstößliche Aussagen zu zementieren ;-)

Was mache ich, wenn ich nur ganz wenig Zeit für den Fragebogen habe?

Das wäre natürlich schade, dennoch sind wir für jede Form der Rückmeldung und Beteiligung dankbar. In solchen Fällen wäre es prima, wenn zumindest die letzte Seite mit den offenen Fragen zu einer zukunftsfähigen Wunschkirche beantwortet werden könnten. Wir erhoffen uns davon, auf diese Weise noch weitere Idee und Wünsche zu erreichen. Neben den Beiträgen von der Plakatwand auf dem Landesjugendtreffen und den bisherigen Umfragaktionen nach Statements wollen wir sowohl die Einträge aus dem Internetforum als auch die Rückmeldungen von dieser Fragebogenaktion nutzen, um ein breites Spektrum an Wünschen, Visionen und Ideen für eine "Kirche von morgen" zusammen zu tragen. Diese sollen dann dokumentiert werden uns sollen vorraussichtlich dann vielleicht schon im Herbst diesen Jahres der Synode überreicht werden.

   

Wir hoffen eine eine rege Beteiligung und freuen uns über viele Rückmeldungen der Fragebogenaktion. Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung: Kontakt.

Herzlichen Dank für Eure Beteiligung !!!


  


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