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GRUNDENTSCHEIDUNGEN
AUF EINEN BLICK
1.
Die oldenburgische Kirche will in vier Dimensionen das
Evangelium bezeugen:
durch die Einladung zum Glauben,
durch die Vermittlung von Orientierung,
in dem Angebot von Gemeinschaft und
durch das Eintreten für Gerechtigkeit.
Sie
will ihre Arbeit auf allen Ebenen an diesen Zielen ausrichten.
2.
Die Grundrichtung ist die einer missionarischen Volkskirche.
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Die
oldenburgische Kirche will ihr evangelisches Profil
schärfen und ihre geistliche Substanz stärken, um
beides einladend weiterzugeben.
Die Vermittlung des
Glaubens spielt dabei die zentrale Rolle. Sie will dazu
die Chancen einer Volkskirche nutzen. |
3.
Die Grundaussagen werden zu Leitlinien der künftigen
Entwicklung konkretisiert.
4.
Der Reformprozess in der oldenburgischen Kirche wird fortgesetzt
und an sich verändernde Bedingungen angepasst.
5.
Evangelische Kirchen sind als Institutionen in der
Zehn-Jahres-Perspektive durch die Veränderungen in der
Kirchenbindung und Einnahmerückgänge unter starkem Druck.
Weitreichende Anpassungsprozesse werden nötig.
6.
Geklärte Rahmenbedingungen gewährleisten eine bewegliche
Präsenz.
Eine
bewegliche Kirche kann ihre Energien auf die Auftragserfüllung
konkretisieren, anstatt sie intern zu verbrauchen.
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Die
Festlegung von Aufgabenfeldern oder strategischen
Planungsgrößen erlaubt eine flexible inhaltliche
Steuerung.
Präsenz in der
Fläche und in der Gesellschaft soll aufrecht erhalten
werden.
Die Finanzen werden
kirchengemäß weiter entwicklet. |
7.
Die Regeln für die Weiterentwicklung entsprechen dem
"Neuen Steuerungsmodell":
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Zielorientiert
handeln
Die Ergebnissse des
eigenen Handelns zur Feinsteuerung nutzen
Dezentral
eigenverantwortlich vorgehen |
8.
Die Umsetzung
Die
oldenburgische Kirche will bis spätenstens 2010 einen
ausgegelichenen Haushalt vorlegen können. Dazu müssen nach
heutiger Erkenntnis gegenüber 2002 um 12,5 Mio. € bei den
Ausgaben eingespart werden.
Sie
will das Ziel der örtlichen und gesellschaftlichen Präsenz
dadurch erreichen, dass sie in beiden Bereichen eine
Grundausstattung zur Verfügung stellt. Sie
setzt darauf, dass die Entfaltung von Phantasie und Kreativität
der Verantwortlichen es ermöglichen, innerhalb dieses Rahmens
den Auftrag der oldenburgischen Kirche zu erfüllen. Sie
erhofft sich eine Entlastung der inhaltlichen Arbeit durch
Einsparungen im Verwaltungsbereich. Die
Umsetzung wird durch einen gestreckten Prozess unter Einsatz der
Rücklagen erleichtert. Regeln
für die Feinsteuerung und ständigen Überprüfung werden
vorgeschlagen. Der
Anpassungsprozess wird für die Mitarbeitenden zum Teil
schmerzliche Veränderungen mit sich bringen. Betriebsbedingte
Kündigungen sollen jedoch nach Möglichkeit vermieden werden.
Im Pfarrbereich wird im Blick auf die künftige Versorgung der
Gemeinden durch Einsatz der Rücklagen die Möglichkeit
geschaffen, auch in Zukunft geeignete Bewerberinnen und Bewerber
aufnehmen zu können.
(S.
7-8, Volkskirche bleiben, Vorlage 72, 5. Tagung der 46. Synode
im Mai 2004) |