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Das
Pfarramtsstudium vertrage bei allem Reformbedarf keine
Niveauabsenkung, betonte Huber. Mit dieser Position hätten die
beiden Kirchen bei den Kultus- und Wissenschaftsministern Gehör
gefunden. Ein Spitzengespräch habe kürzlich gezeigt, dass die
staatliche Seite nicht länger auf den Bachelor-Abschluss für
den Pfarrberuf bestehe.
Zugleich
Huber zeigte Verständnis für Reformüberlegungen für das
Theologiestudium im Rahmen des so genannten Bologna-Prozesses.
Dies betreffe Bestrebungen, den Pfarramtsstudiengang effizienter
und verbindlicher zu gestalten. Eine bessere Orientierung für
Theologiestudenten könne auch zur "Verkürzung der oftmals
zu langen Studienzeiten beitragen". Verbesserungen seien
beim Übergang von der Schule zur Hochschule aber auch beim Übergang
in die berufspraktische zweite Ausbildungsphase erforderlich.
Eine
Schwierigkeit besteht dem Ratsvorsitzenden zufolge in der
Eingliederung der alten Sprachen in die Eingangsphase des
Studiums. Für die reformatorischen Kirchen bleibe die
angemessene Kenntnis von Hebräisch, Griechisch und Latein für
das Pfarramtsstudium unaufgebbar. Da immer weniger Studienanfänger
Vorkenntnisse in diesen Sprachen hätten, müssten neuartige
Modelle für den Spracherwerb entwickelt werden.
Generell
kritisierte Huber, dass das Bologna-Modell Mobilität der
Studierenden nicht fördere, sondern eher behindere. Zudem sei
eine zunehmende "Verschulung" des Studiums zu
beobachten.
07.
Juli 2006
Dieser
Artikel ist entnommen von den Seiten der EKD)
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EKD
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