 |
Zukunftskongress
der
EKD
Kirche
der Freiheit

Perspektiven
für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert
Presse-Echo
|
Dramatischer
Mitgliederrückgang - EKD entwirft Strategien für die Zukunft
|
 |
"Kirche der
Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21.
Jahrhundert" lautet der Titel des Impulspapiers des Rates
der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das am
Donnerstag, 6. Juli, veröffentlicht wurde. |
| Der Text zeigt Möglichkeiten
auf, wie die evangelische Kirche den vielfältigen
Herausforderungen, vor denen sie steht, begegnen kann. "Bei
einem aktiven Umbauen, Umgestalten und Neuausrichten der
kirchlichen Arbeit und einem bewussten Konzentrieren und
Investieren in Zukunft verheißende Arbeitsgebiete wird ein
Wachsen gegen den Trend möglich", sagt der Ratsvorsitzende
der EKD, Bischof Wolfgang Huber. Mit dem Impulspapier will der
Rat eine Reformdebatte auf allen kirchlichen Ebenen und
Handlungsfeldern anstoßen.
|
| Die EKD befürchtet
einen drastischen Rückgang ihrer Mitgliederzahlen in den nächsten
Jahren. Wenn nichts getan werde, so das Thesenpapier, sinke die
Anzahl der Mitglieder bis zum Jahr 2030 um 9 Millionen auf 17
Millionen und mit ihnen die Kirchensteuer-Einnahmen. Um dies zu
verhindern, will die Evangelische Kirche den gegenwärtigen
Trend nutzen, in dem die Bedeutung von Religion und christlichem
Glauben wieder zunimmt.
|
Radikale
Veränderung von Kirchenstruktur und evangelischer Erziehung
|
Das Ziel des
„Impulspapiers“ ist es, den Abwärtstrend umzukehren und
einer drastischen Abnahme der Einnahmen vorzubeugen, indem die
Anzahl der Zahler zu verdoppelt wird. Hierzu sieht sich die EKD
gezwungen, drastische Veränderungen herbeizuführen. Die Kirche
will wieder mehr ihrer Bestimmung nachkommen, das Evangelium zu
verbreiten. „Wo evangelisch draufsteht, muß Evangelium
erfahrbar sein“, so der Rat der EKD. Künftig soll nicht
Vollständigkeit angestrebt, sondern Schwerpunkte gesetzt
werden. Die Kirche soll sich nicht an Strukturen „klammern“
und „Selbstgenügsamkeit“ durch „Außenorientierung“
ersetzen. „Geistliche Profilierung statt undeutlicher Aktivität“
soll der Zukunftsleitfaden sein.
Dabei will sie sich auf weniger Landeskirchen konzentrieren,
deren Anzahl soll von 23 auf 8 bis 12 reduziert werden. Für
eine „bewusste Zuwendung zum Glauben“ sollen zukünftig auch
Diakonische Dienste werben.
Zudem soll die Qualität der Arbeit von Pfarrern, insbesondere
bei Taufen, Trauungen und Bestattungen verbessert werden. Dazu
schwebt den Autoren eine bessere Beratung und Aufsicht vor.
Der Religionsunterricht an Schulen soll wieder mehr der
evangelischen Lehre angepasst werden. Dies umfasst, dass zukünftig
ein bestimmter Kanon von biblischen Texten und Kirchenliedern
auswendig gelernt werden soll.
Der Rat der EKD verbindet mit der Veröffentlichung seines
Textes den ausdrücklichen Wunsch nach kritischen Stellungnahmen
und konstruktiven Weiterentwicklungen. Der Zukunftskongress der
EKD vom 25. bis 27. Januar 2007 in der Lutherstadt Wittenberg
soll ein Forum bieten, in dem die ersten Ergebnisse der
Reformdebatte gesammelt und besprochen werden können. |
| Dieser Artikel ist
entnommen worden vom Internetportal Glaube24.de
Ein Angebot von:
(Qu: Glaube24)
 |

Zukunftskongress
"Kirche der Freiheit im 21. Jahrhundert"
(Wittenberg,
25. - 27. Januar 2007)
|
|
|