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Zukunftskongress
der
EKD
Kirche
der Freiheit

Perspektiven
für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert
Presse-Echo
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EKD: Dramatische Aussichten
verlangen radikale Änderungen
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Kirchenamt
der EKD
(Qu:
www.idea.de) |
Das
Papier wird am 6. Juli veröffentlicht. Einer der wichtigsten Gründe
für das 120seitige Papier sei, daß der Druck zu handeln in den
nächsten Jahren dramatisch zunehmen werde. Wenn nichts getan
werde, gehe aufgrund der Bevölkerungsentwicklung die Zahl der
landeskirchlichen Protestanten bis zum Jahr 2030 um neun
Millionen auf 17 Millionen zurück. Damit verbunden sei ein
deutlicher Rückgang der Kirchensteuern. |
| Gleichzeitig müsse
man bewältigen, daß Jahrzehnte mit großen Austrittszahlen
hinter der EKD liegen. Wenn jetzt nichts Entscheidendes
passiere, drohe manches „gegen die Wand zu fahren“. Deshalb
wolle man bewußt auf diese Entwicklungen reagieren. Dabei sei
die EKD in einer günstigeren Lage als früher, weil sie nicht
mehr so mit sich selbst und ihren „Flügeln“ beschäftigt
sei. Auch gebe es ein neues Fragen nach dem christlichen
Glauben, auf das man eingehen müsse. Bei dem neuen Papier gehe
es darum, daß die Kirche sich künftig stärker geistlich
profiliert, statt „undeutliche Aktivitäten“ weiterzuführen.
Es gehe um mehr Eindeutigkeit und gleichzeitig Beweglichkeit,
statt sich „an den Strukturen zu klammern“. |
Weitreichende
Reformpläne
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Das
Impulspapier macht konkrete Vorschläge, wie die EKD im Jahr
2030 aussehen könnte. So soll die Zahl der evangelischen
Landeskirchen von momentan 23 auf acht bis zwölf reduziert
werden, die jeweils mindestens eine Million Mitglieder haben und
sich an den Grenzen der Bundesländer orientieren. Außerdem
propagieren die Autoren das „Wachsen gegen den Trend“. Ziel
sei es, trotz leicht schrumpfender Bevölkerung die Zahl der
Protestanten auf 26 Millionen (Bevölkerungsanteil gegenwärtig
32,5 Prozent) zu halten. Zumindest soll der Anteil aber nicht
unter die derzeitigen 31 Prozent sinken. Die Teilnahme am
Gottesdienst soll für Kirchenmitglieder so attraktiv werden, daß
ihn künftig mindestens 10 Prozent statt bislang 3,9 Prozent
besuchen.
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Anteil
der Zahler verdoppeln
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Da
die Zahl der Kirchenmitglieder, die kirchensteuerpflichtig sind,
ständig zurückgeht, muß die Kirche sich über alternative
Finanzierungsformen Gedanken machen. Bislang bezahlen nur 30
Prozent der Mitglieder Kirchensteuer. Das Papier schlägt vor,
den Anteil derer, die sich an der Finanzierung kirchlicher
Aufgaben beteiligen, auf 60 Prozent zu verdoppeln. Die Zahl der
Pfarrer sollte trotz Einnahmenrückgängen nur
unterdurchschnittlich verringert werden. Im Jahr 2030 könnten
auf einen Pfarrer 1.600 Gemeindemitglieder kommen. Heute sind es
etwas mehr als 1.100, Anfang der 60er Jahre waren es 2.700. Die
Qualität der Arbeit von Pfarrern solle insbesondere bei Taufen,
Trauungen und Bestattungen verbessert werden. Dazu schwebt den
Autoren eine bessere Beratung und Aufsicht vor.
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„Wo
evangelisch draufsteht ...“
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Mehr
missionarisches Profil hält der Rat der EKD für unverzichtbar:
„Wo evangelisch draufsteht, muß Evangelium erfahrbar sein.“
Dabei nehmen die Autoren insbesondere die Diakonie in die
Pflicht. Diese müsse in ihrem Einsatz für Menschen stärker
als bisher deutlich machen, wessen Geistes Kind sie sei.
Missionieren sollen diakonische Einrichtungen auch unter ihren
eigenen Leuten: „Sofern sie nichtchristliche Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigen, werben sie unter ihnen für eine
bewußte Zuwendung zum Glauben.“ Das Impulspapier soll in den
kommenden Monaten in den einzelnen Landeskirchen beraten werden.
Für Januar 2007 ist in der Lutherstadt Wittenberg ein
Zukunftskongreß geplant, der die ersten Ergebnisse der
Reformdebatte bündeln will.
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Zukunftskongress
"Kirche der Freiheit im 21. Jahrhundert"
(Wittenberg,
25. - 27. Januar 2007)
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