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Fusionen
und Zentralisierung führten in der Kirche nicht unbedingt zu
besserer Arbeit, meinte Eberhard Cherdron, Kirchenpräsident in
der Pfalz. Obwohl die pfälzische Landeskirche mit 620 000
Mitgliedern zu den kleineren zähle, habe sie eine gute Größenordnung.
In dem Zeitraum bis 2030 sei die pfälzische Landeskirche auf
jeden Fall allein wirtschaftlich und inhaltlich lebensfähig.
Der
schaumburg-lippische Bischof Jürgen Johannesdotter ist
skeptisch. „Das ist ein typisches Papier von Vertretern großer
Kirchen für große Kirchen“, sagte er. Schaumburg-Lippe ist
mit rund 63 000 Mitgliedern die zweitkleinste Kirche in der EKD.
Johannesdotter lehnte eine Fusion seiner Landeskirche mit
anderen ab.
Nicht
viel Zeit
Gegen
zu schnelle Forderungen nach neuen Zusammenschlüssen wandte
sich auch der reformierte Kirchenpräsident Jann Schmidt (Leer).
Über konfessionelle Traditionen und Bindungen dürfe nicht
leichtfertig hinweggegangen werden. Unterstützt wurden die
Vorschläge in der Nordelbischen Kirche. Dafür dürfe man sich
nicht zu viel Zeit lassen, bekräftigte der nordelbische
Synodenpräsident, Hans-Peter Strenge.
Der Dresdner Landesbischof Jochen Bohl erklärte, es werde
weiter eine Landeskirche Sachsen mit Sitz in Dresden geben. Die
Bremische Evangelische Kirche rief dazu auf, ohne Scheuklappen
den Sinn der jetzigen landeskirchlichen Grenzen zu diskutieren.
„Ohne Zweifel wird es in 25 Jahren nicht mehr 23 Landeskirchen
geben“, sagte der theologische Repräsentant Louis-Ferdinand
von Zobeltitz.
(Qu: Ev.
Gemeindeblatt)
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