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Die
EKD hatte als Reaktion auf sinkende Mitgliederzahlen und damit rückläufige
Finanzen vorige Woche in einem Perspektivpapier als langfristige
Ziele unter anderem die Zusammenlegung von Landeskirchen und die
Konzentration auf thematische Schwerpunkte angeregt. Vor allem
die Empfehlung, die Zahl der Landeskirchen von derzeit 23 auf
maximal zwölf zu verringern, hatte Widerspruch ausgelöst.
"Wir Kirchen im Osten Deutschlands müssen besonders sorgfältig
darüber nachdenken, wie wir uns in den nächsten Jahren
aufstellen wollen", betonte der Bischof, der auch
stellvertretender EKD-Ratsvorsitzender ist. Ohne die Mitarbeit
von Vertretern aus den ostdeutschen Landeskirchen "wäre
das Papier sicher anders ausgefallen".
Das
EKD-Papier enthalte "vieles von unseren Vorstellungen"
und sei damit zugleich eine Bestätigung des kirchlichen
Reformprozesses in Mitteldeutschland, erläuterte der Bischof.
Wie andere im Norden und im Osten "rücken wir
evangelischen Kirchen in Sachsen-Anhalt und Thüringen
zusammen". Im Juli 2004 hatten sich die Thüringer Kirche
und die Kirchenprovinz Sachsen zu einer Föderation mit
insgesamt rund einer Million Kirchenmitgliedern
zusammengeschlossen.
Gleichwohl
nenne das "Impulspapier" auch Aufgaben, "die wir
noch längst nicht erfüllt haben", räumte Kähler ein.
Als Beispiele nannte er das stärkere Herausstellen von
besonders gelungenen Aktionen und die Qualitätssicherung
kirchlicher Angebote. Zugleich räumte er weiteren
Diskussionsbedarf um die ab 2009 vorgeschlagene Fusion Thüringens
mit der Kirchenprovinz ein. "Wahrscheinlich brauchen wir für
die Debatte wie für die Entscheidungen in den Synoden mehr Zeit
und kleinere Schritte, als wir in der Kirchenleitung bisher
gedacht haben."
12.
Juli 2006
(Qu:
EKD) |