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Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert

Reaktionen


Kirchen im Nordwesten begrüßen Reformpapier der EKD

   
Hannover (epd). Kirchen in Niedersachsen und Bremen haben das Perspektivenpapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) begrüßt, in dem Reformen angemahnt werden. Aus den Landeskirchen von Bremen und Oldenburg sowie der Evangelisch-reformierten Kirche kam am Donnerstag Zustimmung zu den Forderungen, die kirchlichen Kernaufgaben stärker zu betonen und auf die Qualität kirchlicher Arbeit zu achten. Zurückhaltend blieben die Reaktionen auf die Zukunftsvision, nach der es statt der jetzt 23 Landeskirchen im Jahre 2030 nur noch acht bis zehn Landeskirchen geben sollte.

Kirchenpräsident
Jann Schmidt

(Qu: reformiert.de)

Der reformierte Kirchenpräsident Jann Schmidt warnte in Leer vor zu schnellen Forderungen nach neuen landeskirchlichen Zusammenschlüssen. Über konfessionelle Traditionen und Bindungen dürfe nicht leichtfertig hinweggegangen werden. "Evangelisch ist eben nicht gleich evangelisch", sagte der Theologe. Er plädierte dafür, die Zusammenarbeit auszubauen, wie sie etwa die evangelischen Kirchen in Niedersachsen in ihrer Konföderation praktizierten.

     

Info-Box: Evangelische Konföderation

Die Konföderation erstreckt sich über das gesamte Land Niedersachsen. Konföderation
Sie ist Gegenüber und Partner des Landes Niedersachsen im Sinne des Vertrages der evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen mit dem Lande Niedersachsen [mehr... ]
Für die Bremische Evangelische Kirche sagte ihr theologischer Repräsentant Louis-Ferdinand von Zobeltitz: "Ohne Zweifel wird es in 25 Jahren nicht mehr 23 Landeskirchen geben. Die Bremische Evangelische Kirche kann in diese Strukturdebatte mit Selbstbewusstsein hineingehen." Dazu gehöre auch, ohne Scheuklappen den Sinn der jetzigen landeskirchlichen Grenzen zu diskutieren.

Pastor Louis-Ferdinand von Zobeltitz, 

Schriftführer des Kirchenausschusses

Bremische Evangelische Kirche

(Qu: Bremische Ev. Kirche)

Oberkirchenrat Dieter Schrader

(Qu: Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg)

Der Oldenburger Oberkirchenrat Dieter Schrader sagte, die Konsequenzen für seine Kirche seien derzeit noch nicht absehbar. Zunächst müsse es um die Frage gehen, wie die Kirche geistlich gestärkt werden könne. Erst anschließend könne geprüft werden, welche Strukturen und landeskirchlichen Grenzen für einen gesamtkirchlichen Reformprozess und für die oldenburgische Kirche die besten seien. - Die Kirchengrenzen orientieren sich an historischen Grenzen, die zum großen Teil nicht mit den Grenzen der heutigen Bundesländer übereinstimmen.

   
(epd Niedersachsen-Bremen/b1820/06.07.06)

    
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

      
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Weitere epd-Meldungen

Originaltext:
Impulspapier des Rates der EKD "Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert" als Download unter www.zukunftskongress-ekd.de

  

Dieser Artikel ist entnommen worden von den Seiten der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers: EVLKA.

   (Qu: Ev.-luth. Landeskirche Hannovers


Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig
Dr. Friedrich Weber.
Foto: Susanne Hübner

(Qu: Braunschweig)

Bischof Weber für Stärkung der Kirchen-Konföderation

Wolfenbüttel (epd). Der Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Bischof Friedrich Weber, hat die Mitgliedskirchen zum Abbau von Misstrauen und zu stärkerer Zusammenarbeit aufgerufen. Er könne sich aufgrund sinkender Mitglieder- und Bevölkerungszahlen vorstellen, dass sich aus der Zusammenarbeit langfristig eine "neue evangelisch-lutherische Landeskirche in Niedersachsen" entwickele, sagte der braunschweigische Landesbischof am Montag in Wolfenbüttel in einem epd-Gespräch. Derzeit sehe er jedoch keinen Grund für Braunschweig, seine Selbstständigkeit aufzugeben.

[weiter...]


 

(Quelle: EKD)


Pfr. D. Qualmann,

Vorsitzende der Steuerungsgruppe

"Zur aktuelles Strukturdiskussion in der EKD und in Oldenburg"

Das Impulspapier der EKD löst bei einem interessierten Oldenburger, der in der eigenen Kirche seit etwa 10 Jahren an Strukturfragen arbeitet, starke Ambivalenzen aus. Da sind zum einen Richtigkeiten und Selbstverständlichkeiten, die wir - allerdings ohne Erfolg - in Oldenburg seit 1998 ("Gelbes Papier") propagieren. Dabei geht es um eine innere Strukturveränderung der kirchlichen Arbeit (Aufgabenorientierung, Zielgruppendefinition, Evaluation, Qualitätsmanagement), die erhebliche Auswirkungen oder Voraussetzungen für das Verständnis von Gemeinde und Pfarramt haben würde. [weiter...]




Neues Portalfenster: Wir glauben an eine Kirche von morgen ...

Kirchen im Umbruch: Abbruch oder Aufbruch? ...

Perspektivprozess und Strukturreform in Oldenburg ...


 

  

   
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