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Steinacker
unterstützt auch die EKD-Empfehlung, die Zahl der Landeskirchen
bis zum Jahr 2030 von derzeit 23 auf acht bis zwölf zu
reduzieren. "Ich bin heilfroh, dass das endlich jemand
aufgeschrieben hat." Zwar gebe es unterschiedliche
regionale Bedingungen, doch seien die meisten kleineren
Landeskirchen schon aus rein finanziellen Gründen auf Dauer
nicht lebensfähig. Steinacker wies darauf hin, dass eine
gemeinsame Arbeitsgruppe der EKHN und der Evangelischen Kirche
von Kurhessen-Waldeck darüber berate, welche Aufgabenfelder
zusammengelegt werden könnten.
An
dem EKD-Papier "Perspektiven für die Kirche im 21.
Jahrhundert" lobte der Kirchenpräsident auch den Hinweis,
dass sich kirchliches Leben nicht allein in der Ortsgemeinde
abspiele. Die differenzierte moderne Gesellschaft verlange nach
zusätzlichen Angeboten mit speziellem Profil. Mit der
alleinigen Konzentration auf die Gemeinde würden die Menschen
"nicht in dem von uns erhofften Maße erreicht".
Steinacker
begrüßte den Vorschlag, dass an einigen markanten Kirchen in
Deutschland thematische Zentren entstehen sollen. "Dabei
darf Frankfurt allerdings nicht fehlen", wandte er ein und
schlug vor, die Frankfurter Katharinenkirche zum Zentrum für
"Globalisierung, Migration und Finanzen" zu machen.
Im
Gegensatz zu einigen Amtskollegen lehnt Steinacker auch die
Verlagerung von Kompetenzen zur EKD nicht grundsätzlich ab. Der
Kasseler Bischof Martin Hein hatte am Wochenende erklärt, wenn
mehr Zentralismus in der EKD regionale Unterschiede nivelliere,
sei die föderale Struktur besser. Steinacker erklärte dagegen,
der Rat der EKD müsse gestärkt werden. Allerdings erfordere
dies erhöhten Abstimmungsbedarf. Die volle Souveränität der
EKHN werde nicht abgegeben.
Skeptisch
beurteilt Steinacker die Hoffnung der EKD auf mehr
Gottesdienstbesuche und Taufen. Der Gottesdienstbesuch sei zu
allen Zeiten hinter den Erwartungen zurückgeblieben, weil die
Reformation die Pflicht zur Teilnahme aufgehoben habe.
(0815/10.07.06)
Linktipp:
www.perspektive2025.de
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