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Die
Kirchenkreisreform
in
der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg
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Die 45. Synode
hatte den Oberkirchenrat und den Synodalausschuss beauftragt,
erneut eine Perspektivgruppe einzusetzen, die bis zur Mai-Tagung
2004 einen Bericht mit Beschlussempfehlungen zur Umsetzung und
Fortschreibung sowie ggf. der Korrektur der Zielsetzungen der
Vorlage "Perspektive kirchlichen Handelns..." (1998 das
gelbe Papier) zu erarbeiten. |
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"Volkskirche
bleiben - Weiter- entwicklung der Perspektiven für die Ev.-Luth.
Kirche in Oldenburg" - so
lautete der Titel der 43-Seiten starken Vorlage der Perspektiv-
gruppe zur 5. Tagung der 46. Synode im Mai 2004. Das grüne Papier. |
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Am 18. Mai 2006 hat
die 46. Synode über 11
Beschlussvorlagen der Steuerungsgruppe abgestimmt und diese
z.T. mit Änderungen angenommen. Geändert wurde die
Beschlussvorlage
II (Thema Regionalisierung). Die
Steuerungsgruppe
schlug ursprünglich die Bildung von sechs Kooperationsregionen
vor. Die Synode beschloss im Rahmen der Strukturreform
aus den Kooperationsregionen gleich neue Kirchenkreise zu
bilden:
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Im
Mai 2006 gab die Synode grünes Licht für die
Kirchenkreisreform |
[...]
Nur wenige [Beschlussvorlagen] ernteten Gegenstimmen, darunter
die Vorlage II. Es war diejenige, die mit dem Stichwort
„Regionalisierung“ überschrieben war. Und genau diese geänderte
Beschlussvorlage
II war es auch, die „den großen Wurf“ zum Ausdruck
brachte, wie es Präsident Heinsen nannte.
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Statt
in einem Zwischenschritt die von der Steuerungsgruppe zunächst
angedachten Regionen mit Regionalbeauftragten und allem drum und
dran als neue Ebene einzuführen, um dann langfristig in einer
zukünf- tigen Legislaturperiode der Landessynode eine
Kirchenkreisreform anzupacken, entschied sich die Synode mit
eben jenen „großen Wurf“ gleich auf die Vollen zu gehen:
Mit deutlicher Mehrheit beschloss das höchste Organ unserer
Kirche ein Verfahren zu Bildung von 6 künftigen Kirchenkreisen
einzuleiten. Die von der Steuerungsgruppe gewünschte
2/3-Mehrheit als klares Votum für eine solche Strukturveränderung
wurde damit deutlich übertroffen.
„Ich
weiß nicht, ob die Synode weiß, was sie heute geleistet hat.
[...] Aber vielleicht können sie eines Tages sagen: Ich bin
dabei gewesen. Ob das für sie zum Vorteil ist, weiß ich
nicht.“ Mit diesen Worten hatte Präsident Heinsen den
Synodalen am ersten Verhandlungstag für ihren Mut gedankt, auch
schon die Kirchenkreisreform mit ins Boot der anstehenden
Strukturveränderungen zu holen. [weiter...] |
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Matthias
Bruns |
Elf
kleine Kirchenkreise, die sollten kooperieren,
doch
ließ man diesen Schritt mal weg und machte gleich d’raus
Sechs …
„Das
Geld liegt auf der Straße – man muss sich nur trauen, sich
danach zu bücken. Vielleicht müssen wir das lernen.“ So
begann Pastor Dieter Qual- mann den Bericht der Steuerungsgruppe,
welche den Auftrag hat, Beschlussvorlagen vorzubringen, mit
denen unsere Landeskirche bis zum Jahre 2010 insgesamt 12,5
Millionen Euro einsparen kann. [weiter...]
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Stefan
Bölts |
[...] Dass die
Synode nun die Millenium-Edition überspringt und gleich von
„Kirchenkreis 98“ (das Jahr des gelben Papiers) auf
„Kirchenkreis XP“ aufrüsten will, mag ein Schritt in die
richtige Richtung sein, aber ich bezweifle, ob es wirklich den
„großen Wurf“ darstellt. Jeder, der sich mit
Betriebssystemen einigermaßen auskennt weiß, dass am Ende die
Edition der Software kaum eine Rolle spielt, wenn sie mit der
zukünftigen Hard- ware nicht mehr kompatibel ist. [weiter...] |
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Oberkirchenrat
Dieter Schrader
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Kreissynoden
/ Verlängerung der Amtszeit
[...]
es ist beabsichtigt, die zum Jahresende 2006 aus-
laufende
Amtszeit der Kreis- synoden und Kreiskirchen- räte bis Juni
2007 zu verlän- gern. |
Die
Synode hat zu den Kirchenkreisen folgenden Beschluss gefasst:
"Die
Steuerungsgrupe wird beauftragt, ein Ver- fahren [...]
einzuleiten, in dem die sechs Koopera- tionsregionen zu neuen
Kirchenkreisen gemacht werden und die Aufgaben eines
Kreispfarrers / einer Kreispfarrerin neu zu bestimmen sind unter
Einschluss der in der
Beschlussvorlage
II
be- nannten
Koordinierungsaufgaben." [weiter
...]
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Stellungnahmen
zur Kirchenkreisreform
Bis zum 1.
Februar wurden Stellungnahmen zur Neuordnung der Kirchenkreise
erbeten. [weiter...]
52 Stellungnahmen wurden an den Oberkirchenrat gerichtet, die
nun im Unterausschuss "Kirchenkreisreform" beraten
wurden... [weiter...]
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Zur Mai-Tagung 2007
der 46. Synode wird der Unterausschuss "Kirchenkreisreform" des Rechts- und
Verfassungsausschusses eine
Beschlussfassung vorlegen. Dabei werden folgende Rahmenbe-
dingungen verfolgt: Die künftigen Kreissynoden sollen nicht
mehr als 60 Mitglieder umfassen. Die synodale Zusammensetzung mit 2/3 Ehrenamtlichen und 1/3 PfarrerInnen soll
beibehalten und jede Kirchengemeinde vertreten sein. |
| Deshalb erhält
jede Gemeinde ein Grundmandat. Die weiteren Sitze in den
Kreissynoden werden nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren
verteilt: |
Horst
F. Niemeyer
(geb
1928) Qu:MFO |
"Beim Hare-Niemeyer-Verfahren
... wird in einem ersten Schritt für jede an der Wahl
beteiligte Partei die Gesamtzahl der Abgeordnetensitze mit der
Gesamtzahl der Zweitstimmen der einzelnen Partei multipliziert
und das daraus resultierende Produkt durch die Gesamtzahl der
Zweitstimmen aller Parteien dividiert:
Sitze im
Parlament x Stimmen einer Partei / Gesamtanzahl aller Stimmen =
Wert für eine Partei |
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