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Hannover, d. 21. Mai 2006
Offener Brief
bezüglich des Beiblatts zum Zeugnis
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Würdigung des Ehrenamtes
An
den Kultusminister des Landes Niedersachsen, Herrn Busemann
Sehr
geehrter Herr Busemann,
die evangelische Jugend der Landeskirche Hannovers
möchte sie in Hinblick auf das Beiblatt zum Zeugnis auf
folgenden Sachverhalt hinweisen:
In vielen niedersächsischen Schulen ist das aus
ihrem Hause kommende Beiblatt zum Zeugnis nicht bekannt. Die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulsekretariate sind
nicht genügend informiert, um das Beiblatt den Schülerinnen
und Schülern auszutellen.
Schülerinnen und Schüler niedersächsischer
Schulen machen die Erfahrung, daß sie das Beiblatt zum Zeugnis
selbst von ihrem Jugenverband austellen lassen müssen. Bei der
Abgabe des Beiblattes bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der Schulsekretariate erleben die Schülerinnen und Schüler
Unverständnis und Ablehnung. An dieser Stelle zwei Zitate aus
oben genannter Situation:
„Damit können wir uns nicht auch noch beschäftigen.“
„Wozu brauchst du eine Bescheinigung, daß Du
alte Omas im Rollstul über die Straße schiebst?“
Diese Äußerungen und der Umgang mit
ehrenamtlichen Engagement Jugendlicher entsprechen nicht dem
Ziel und der Bedeutung von Beteiligung Jugendlicher an
gesellschaftlicher Mitgestaltung. Die evangelische Jugend der
Landeskirche Hannover sieht in der Umgehensweise mit dem
Beiblatt zum Zeugnis eine Geringschätzung ehrenamtlicher Tätikeit
von Schülerinnen und Schülern. Gesellschaft und Jugendarbeit
in der Vielfalt der Jugendverbände in Niedersachsen lebt von
dem Engagement junger Menschen.
Wir möchten Sie im Interesse der Schülerinnen und
Schüler, die ehrenamtlich in der evangelischen Jugend und in
den Jugendverbänden in Niedersachsen tätig sind, darum bitten
für die ordentliche und
unbürokratische Austellung des Beiblattes zum Zeugnis in
Sekretariaten niedersächsischer Schulen Sorge zu tragen.
Mit
freundlichen Grüßen
Der
Vorstand der Landesjugenkammer / die Landesjugendkammer
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