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Welche Rolle können, welche Rolle dürfen und welche Rolle sollten christliche Werte in der Politik spielen? In welcher Form können und sollen sich Christen einschalten und sich Gehör verschaffen? Welche Aufgabe hat die Kirche wahrzunehmen, wenn in der Gesellschaft über einen "Wertezerfall" oder eine neue "Werte- oder Leitkultur" diskutiert? Sollte eine Kirche von morgen sich wieder mehr einmischen?

Als Diskussionsbeitrag hier zwei Beispiele:

Das neue "Bündnis für Erziehung" von Ursula von der Leyen

Die Wahlprüfsteine der Evangelischen Allianz

Zum Diskussions-Forum 

Infos & Hinweise


"Bündnis für Erziehung gestartet"

Bundesministerin von der Leyen: "Werte geben Kindern und Eltern Halt und Orientierung"

Pressemitteilung vom 20.04.2006: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat gemeinsam mit der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie deren Fach- und Wohlfahrtsverbänden das "Bündnis für Erziehung" ins Leben gerufen. Das von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, der evangelischen Landesbischöfin Margot Käßmann sowie Georg Kardinal Sterzinsky heute in Berlin vorgestellte Bündnis unter dem Motto "Werte erwachsen" soll Kindern und Eltern wertegestützte Orientierung vermitteln.

   

Im Netz gefischt ...


"Zu viele Eltern fühlen sich in der Erziehung ihrer Kinder verunsichert. Nicht selten fehlt es ihnen in Erziehungsfragen selbst an Orientierung. Wir beobachten heute zunehmend Erziehungsdefizite. Und es gibt eine Ungewissheit darüber, was Eltern fordern dürfen, wie sich Werte heranbilden und wer verantwortlich ist. Erziehung beginnt von Anfang an in der Familie. Aber weil Kinder früh und viel Zeit in den Kindergärten und Schulen verbringen, geht Erziehung auch nicht ohne diese Institutionen und die Menschen, die in ihnen arbeiten. Die Kirchen und ihre Verbände sind nicht nur starke Partner mit einem dichten bundesweiten Netz an Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Sie verknüpfen auch in besonderer Weise soziale und moralische Ansprüche. Werte wie Respekt, Verlässlichkeit, Vertrauen und Aufrichtigkeit sind Leitplanken, die unseren Kindern helfen, ihren Weg ins Leben zu finden", sagt Ursula von der Leyen. "Das heutige Bündnisgespräch mit beiden großen Kirchen ist ein viel versprechender Auftakt. Wir setzen auf die weitere Unterstützung aus vielen gesellschaftlichen Bereichen. Auch andere religiöse Gruppen sind herzlich eingeladen, sich in das neue Bündnis einzubringen", so von der Leyen. [weiter...]

      (aus der Pressemitteilung vom 20.04.06 des BMFSFJ)

 

Qu: epd

epd Dokumentation 23/2006 - Bündnis für Erziehung - Ein "Impulspapier" 

 

Vertreter der beiden großen Kirchen und des Bundesfamilienministeriums haben ein in dieser Ausgabe dokumentiertes "Impulspapier" zu ihrem gemeinsamen "Bündnis für Erziehung" vorgelegt. Inzwischen beteiligen sich nach anfänglicher Kritik am Alleingang von Ministerium und Kirchen auch jüdische und islamische Organisationen, Wohlfahrtsverbände und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft an dem Vorhaben des Bundesfamilienministeriums, das zu einer "Initiative Verantwortung Erziehung"  erweitert wurde. Die mit dem Bündnis für Erziehung entstandenen Irritationen seien beigelegt,  sagte ein Sprecher des Bundesfamilienministeriums am 31. Mai in Berlin im Anschluss an ein Treffen mit Wohlfahrtsverbänden, Juden und Muslimen. Man habe sich darauf geeinigt, über die Vermittlung von Werten in der Erziehung einen Dialog zu führen und gemeinsame Wege zur Umsetzung zu suchen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. [weiter...]

   

 


 

 

 

Kirche mischt sich ein - auch in der Politik. Eine Kirche der Zukunft muss dies noch deutlicher machern...

Damit sich Christen auch Gehör verschaffen können, ist es nötig, sich auch über die regionale und überregionale Politik zu informieren...

       

Werte wählen ...


"Gebt der Demokratie was der Demokratie zusteht"
Die Allianz hat ihren Wahlprüf-Aufruf überschrieben mit einer Aktualisierung des Gebots von Jesus. Wenn er zu seiner Zeit gesagt habe, "Gebt des Kaisers, was des Kaisers ist" (Matthäus 22, 21) dann heisse dies unter heutigen Gegebenheiten "Gebt der Demokratie was der Demokratie zusteht", nämlich die verantwortliche Mitgestaltung, das aktive Einmischen, die Mitwirkung an der Gestaltung der öffentlichen Meinung und die Übernahme von Verantwortung im gesellschaftlichen und politischen Bereich. [...]

Dabei werde nicht jeder Christ gewissermassen automatisch auch begabt sein für die Wahrnehmung politischer Ämter. Die Evangelische Allianz stellt zwei wichtige Basisaufgaben in den Mittelpunkt: Die Aufgabe des Gebets für die politisch Verantwortlichen und die Ausübung des Wahlrechts [....]

Die Wahlprüfsteine der Allianz sollen Christen helfen, im Meinungs- und Stimmengewirr wesentliche politische Fragen zu stellen, die das Zusammenleben auf längere Zukunft betreffen. Die Allianz sieht eine grosse Gefahr, dass die Wertebindung, die sich an biblischen Massstäben orientiert, immer mehr ausgehöhlt werde und damit in ihrem Kernbestand bedroht sei [....]

Dazu Steeb wörtlich: "Die Präambel unseres Grundgesetzes verweist auf die den Vätern des Grundgesetzes bewusste Verantwortung vor Gott. Auch wenn sich Deutschland heute gerne als weltanschaulich neutralen Staat darstellt, ist die DEA doch davon überzeugt, dass Gottes Wort, wie in der Bibel bezeugt werde, noch immer die besten Grundwerte für ein gelingendes Miteinander in der Gesellschaft beschreibt. Da die gesamte Kulturgeschichte ohne die christliche Ethik und biblische Grundorientierung nicht verständlich ist, richten sich die Wahlprüfsteine auf Fragen an den Zehn Geboten Gottes aus."

 

      (Die Teilzitate entstammen einem Artikel von Christan Schäffler, "Bundestagswahl: Evangelische Allianz bietet Wahlprüfsteine", vom 23.7.2005, auf www.jesus.ch .)

 

 

 

 

 

 

  Links zum Thema:

Die Wahlprüfsteine der Evangelischen Allianz

www.werte-waehlen.de

Archiv der Evangelischen Allianz: Stuttgart/Bad Blankenburg 21. Juli 2005

Christen wählen Werte - Der Arbeitskreis Politik der Deutschen Evangelischen Allianz stellt seine Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl am 18. September 2005 vor [weiter...]

 

Artikel im Christlichen Medienmagazin pro vom 24.07.05