Folie 30

Die Gemeindeverbandsmanagerin / Der Gemeindeverbandsmanager

   

Dem aufmerksamen Leser dürfte dieser Begriff ins Auge gestochen sein:

- eine Gemeindeverbandsmanagerin / ein Gemeindeverbandsmanager...

Was soll das sein? 

Dem Gemeindeverbandsmanager obliegen alle verwaltungstechnischen und administrativen Aufgaben. Für diesen Bereich ist er speziell geschult und ausgebildet. Ferner stellt er die Brückenfunktion zu weiteren fachkundigen Personen im Gemeindeverband dar, z.B. pflegt der die Kontakte zu Gemeindegliedern, die aus ihren entsprechenden beruflichen Welten das nötige Wissenpotential und KnowHow, z.B. in Fragen von Bau- oder Finanzwesen, in die Gemeinden bringen. Warum ist der lokale Sparkassen/Bankdirektor nicht in die Entscheidungsprozesse der Gemeinde vor Ort eingebunden und bringt seine Fachkenntnisse über Haushaltsmanagement und Fundraising ein? Wieso ist der ortsansässige Bauunternehmer nicht berufenen Mitglied im Bauausschuss des GV, wenn nicht sogar dessen Vorsitzende?

Die Gemeindemanagerin übernimmt vor allem aber auch fachspezifisch die ureigens verwaltenden Aufgaben war. Und diese für den gesamten Gemeindeverband. Es wird nicht mehr pro Gemeinde eine Pfarrsekretärin für vielleicht noch 4 Stunden die Woche nebenbei mit Aufgaben überhäuft, sondern administrative Dienstleistungen können sich die Gemeinden in Zukunft bei ihrem Gemeindeverbandsmanagement "einkaufen".  Die Anzahl der Fachkräfte in diesem Bereich richtet sich erneut nach Bedarf und Nachfrage der Kirchengemeinden. Grundsätzlich soll durch das Gemeindeverbandsmanagement aber das Management der Gemeinden konzentriert und in der Qualität intensiviert werden. Der Gemeindeverbandsmanager wird also zum wichtigsten Arbeitspartner zukünftiger Kirchenratsvorsitzende. Das Gemeindeanagement stellt die organisatorischen und logistischen Soft- und Hardware für den operativen Bereich der Gemeindekirchenräte oder dessen Mitarbeitenden in den Gemeinden vor Ort dar und vermittelt entsprächende Ressourcen. 

Es wird also nicht mehr den Pastorinnen und Pastoren obliegen, wieviele Würstchen zum Gemeindefest eingekauft werden oder welche Versicherung für den neuen Gemeindeverbands-Bulli abgeschlossen wird, sondern hier sind nicht-theologische Fachkräfte gefragt. Wer hat sich je in seinem Theologiestudium auf Kirchturmstatik, Denkmalpflege oder Landschaftsschutzverordnungen spezialisiert ?

Damit Aufgaben nicht von den vermeindlichen "All-Round"-könnenden oder zuständigen (und deshalb auch mancherorts überforderten oder überlasteten) Pfarrerinnen und Pfarrern auf "All-Round"-Manager übertragen werden, stehen diesen neben den örtlichen Ressourcen in kommunalen Verwaltungseinheiten auch Fachressourts auf landeskirchlicher Ebene bereit, oder sie können zumindest dort (z.B. im Kontext konföderaler Kooperation in Niedersachsen) an entsprechende Fachdezernate vermittelt werden.

 

    

   

       

      

Rubrik: Kirche und Management

 

 

      

       

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