Bericht
von der Oldenburger Herbstsynode 2000
Herbstsynodenzeit
– Grünkohlzeit. Ja, das Essen auf der Synode ist sehr gut und bietet
reichlich Gelegenheit, sich mit den Synodalen auszutauschen, und es gab viel zu
bereden...
Aber
der Reihe nach. Für diejenigen, die die EZ nicht so gründlich lesen, noch
einmal die Zusammenfassung der für die breite Öffentlichkeit wichtigsten
Punkte:
Der
neue Haushalt ist durch und fast alles lief so wie geplant. Lediglich die
EDV-Gelder des OKR wurden teilweise eingefroren, da das vor Jahren angeforderte
Konzept noch immer nicht existiert. Im Hinsicht auf künftige (mögliche)
Umstrukturierungen wurde aus Anlaß
der vorzeitigen Pension von OKR Baier (zum 31.12.2000) und der zu Ende gehenden
Zeit von OKR Wassmann (nebenamtlich), die hauptamtlich Stelle auf zehn Jahre
befristet.
Desweiteren
wurde die Kirchenkreisreform angenommen, sämtliche Pfarrdiakonenstellen wurden
in normale Pfarrstellen umgewandelt und es wurde eine Stiftung für Kirchengebäude
ins Leben gerufen. Die Kirchenordnung der oldenburgischen Kirche soll auf ihr
Verhältnis zum Judentum hin überarbeitet werden und es wurde ein Ausschuß
“Kirche, Diakonie und Gesellschaft” gegründet.
Nun
aber zu den für uns wichtigen Sachen: Auf der Frühjahrssynode 2000 hatten die
Synodalen dem OKR den Auftrag gegeben, zu prüfen, ob Vikare auf
Angestelltenbasis bezahlt werden können (z.Zt. sind sie Beamte auf Probe, d.h.,
daß sie bei Nichtübernahme kein Recht auf Umschulung oder Arbeitslosengeld
haben.) Erst auf Nachfrage berichtete auf dieser Synode dann OKR Schrader von
den Beratungen.
Es
sei nicht sinnvoll, die Änderung durchzuführen, da 1. sich die Situation schon
merklich entspannen würde, und solche Maßnahmen deshalb nicht nötig wären,
und da 2. das ein Bruch im System wäre. Zu dem zweiten Argument gab es dann
noch einen schönen Disput, ob denn jede änderung im System Kirche als Bruch
bezeichnet werden müsse....
Nun
hatten wir (Sprecherinnenrat und Synodenbeobachter) noch einen Brief
aufgrund der Kürzung der Ahlhorntagung auf zwei Tage an die Synode geschickt.
Dieser Brief nahm prompt den verkehrten Weg, wie wir schnell erkannten: er wurde
vom Synodenbüro als Eingabe an die Synodalen verschickt und wie alle Eingaben
dann während der Tagung verwiesen – in diesem Fall an den OKR.
Das
Problem ist, daß zwar mit dem Haushalt auch quasi die Kürzung der
Ahlhorntagung beschlossen wurde, nur untersteht die Tagung dem Bildungswerk,
dessen Etat gekürzt wurde. Wie das Bildungswerk dann mit dem eingeschränkten
Etat umgeht und das Geld dann weiter verteilt, ist seine Sache – und nicht die
der Synode.
Auf
jeden Fall hatten wir Aufmerksamkeit. Die Vertreter des Bildungswerks wollten
auf ihrer nächsten Sitzung über das Problem beraten und auch OKR Prof. Dr.
Pohlmann sowie Dr. Konukiewitz zeigten sich von unserem Engagment beeindruckt
und stehen für Alternativen offen. Wie die aussehen können, muß noch auf der
nächsten Ahlhorntagung weiter beraten werden.
Dann
bleibt noch als letztes zu vermelden, daß die Synode auf ihrer Herbsttagung
auch zum Thema “Berufsbild des Pfarrers” arbeiten will, und deshalb die
Ergebnisse unserer Frühjahrstagung mit Spannung erwartet.
Das
war’s,
Euer Nico!
2/01 Chr. Gerdes